Die Regierungen der Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission waren wie folgt vertreten:
Belgien
Herr Karel PINXTEN Minister für Landwirtschaft und der kleinen und mittleren Betriebe
Dänemark
Herr Poul OTTOSEN Staatssekretär im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei
Deutschland
Herr Jochen BORCHERT Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Herr Franz-Josef FEITER Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Griechenland
Herr Stephanos TZOUMAKAS Minister für Landwirtschaft
Spanien
Frau Loyola DE PALACIO DEL Ministerin für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung
VALLE-LERSUNDI
Frankreich
Herr Louis LE PENSEC Minister für Landwirtschaft und Fischerei
Irland
Herr Joe WALSH Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten
Italien
Herr Michele PINTO Minister für Landwirtschaft
Luxemburg
Herr Fernand BODEN Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung
Niederlande
Herr Jozias VAN AARTSEN Minister für Landwirtschaft, Landschaftspflege und Fischerei
Österreich
Herr Wilhelm MOLTERER Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft
Portugal
Herr Fernando GOMES da SILVA Minister für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei
Finnland
Herr Kalevi HEMILÄ Minister für Land- und Forstwirtschaft
Schweden
Frau Annika ÅHNBERG Ministerin für Landwirtschaft
Vereinigtes Königreich
Herr Jack CUNNINGHAM Minister für Landwirtschaft, Fischerei und
Ernährung
Lord DONOGHUE Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft,
Fischerei und Ernährung
Herr Win GRIFFITHS Parlamentarischer Staatssekretär, Ministerium für Wales
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Kommission
Herr Franz FISCHLER Mitglied
REFORM DER GEMEINSAMEN AGRARPOLITIK - AGENDA 2000
Der Rat hatte eine offene - über Fernsehen an Presse und Öffentlichkeit ausgestrahlte - Aussprache über die legislativen Vorschläge der Agenda 2000 () zur Gemeinsamen Agrarpolitik, die die Kommission am 18. März 1998 gebilligt hat.
Die Aussprache wurde durch den Präsidenten des Rates eingeleitet. Kommissar FISCHLER stellte die legislativen Vorschläge der Kommission mit dem Hinweis vor, daß sie die Gemeinsame Agrarpolitik auf das XXI. Jahrhundert und die zahlreichen ihr bevorstehenden Herausforderungen - wie etwa die Erweiterung, die neue Verhandlungsrunde in der Welthandelsorganisation, die Notwendigkeit einer den Märkten gegenüber offenen Politik, Umweltschutz, die Forderungen der Verbraucher und die Erhaltung einer multifunktionellen Landwirtschaft - vorbereiten sollen.
Im Laufe der Aussprache hatten die Minister Gelegenheit, ihre Einstellung zu den Reformproblemen im allgemeinen darzulegen und erste Stellungnahmen zu den Vorschlägen abzugeben. Obwohl die Notwendigkeit einer Reform anerkannt wurde, waren doch die Stellungnahmen zu den von einzelnen Komponenten des Kommissionsvorschlags sehr unterschiedlich und reichten von stark abweichenden Auffassungen bis zur positiven Aufnahme vorbehaltlich einer eingehenderen Prüfung.
Zum Abschluß der Aussprache teilte der Präsident den Ministern mit, wie er sich die weitere Prüfung dieses Dossiers vorstelle:
- Die Arbeitsgruppen würden gleich in der nächsten Woche mit der Prüfung der Vorschläge der Kommission, einschließlich der Vorschläge zu horizontalen Fragen, beginnen, und zwar unter Zugrundelegung eines Fragebogens des Vorsitzes, der den Mitgliedstaaten vorgelegt worden sei;
- Der Rat werde auf seiner Tagung am 25./26. Mai 1998 anhand eines Berichts des Sonderausschusses Landwirtschaft über den Stand der Beratungen in den Gruppen eine erneute Aussprache über dieses Dossier führen;
- auf dieser Tagung werde der Rat einen Zwischenbericht überarbeiten, in dem sein Standpunkt zu den Vorschlägen der Kommission für den Europäischen Rat in Cardiff dargelegt werden solle.
MATERIAL MIT SPEZIFISCHEM RISIKO
Der Rat hat von der Kommission einen Vorschlag für eine Entscheidung des Rates zur Aufhebung der Entscheidung 97/534/EG der Kommission über das Verbot der Verwendung von Material angesichts der Möglichkeit der Übertragung transmissibler spongiformer Enzephalopathien erhalten.
Nach der Aussprache hierüber stimmte der Rat über eine Änderung dieses Vorschlags ab, nach der die Anwendung dieser Entscheidung auf den 1. Januar 1999 verschoben würde, eine Änderung, die die Kommission nicht akzeptiert hat.
Der Präsident stellte fest, daß im Rat Einstimmigkeit über diesen geänderten Vorschlag besteht.
Der Vorschlag der Kommission wurde folglich in der vom Rat geänderten Fassung angenommen und wird im Amtsblatt veröffentlicht.
Bei der Annahme dieser Entscheidung nahm der Rat auch folgende Erklärung an:
"Bei der Annahme des Beschlusses, den Zeitpunkt der Anwendung der Entscheidung 97/534/EG auf den 1. Januar 1999 zu verschieben, ersucht der Rat die Kommission, so bald wie möglich nach der nächsten Tagung des OIE im Mai 1998 in diesem Bereich einen geeigneten Vorschlag vorzulegen.
Der Rat stellt fest, daß die bereits von den Mitgliedstaaten ergriffenen Maßnahmen während des betreffenden Zeitraums in Kraft bleiben."
Die Kommission gab ihrerseits folgende Erklärung ab:
"Die Kommission nimmt davon Kenntnis, daß der Rat einstimmig beschlossen hat, das Inkrafttreten der SRM-Entscheidung vom Juli 1997 auf den 1. Januar 1999 zu verschieben. Sie ist über die Haltung des Rates verwundert und besorgt, zumal der Rat während der letzten Monate alle Bemühungen der Kommission für die Annahme einer geänderten Entscheidung verhindert hat, obwohl diese Vorschläge im Lichte der jeweils letztverfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse mit dem Ziel, ein ausreichendes Gesundheitsschutzniveau für die Konsumenten gemeinschaftsweit zu sichern, gemacht wurden.
Die Kommission hofft, daß sich die Mitgliedstaaten nach dieser Entscheidung konstruktiver verhalten und an einer gemeinschaftlichen Lösung mitwirken werden.
Die Kommission
- erneuert ihre Empfehlung an die Mitgliedstaaten, zwischenzeitlich alle Maßnahmen zu treffen, bzw. beizubehalten, die in bezug auf ihren jeweiligen TSE-Status notwendig sind.
- hält an ihrer Absicht fest, eine umfassendere gemeinschaftliche Lösung auf der Grundlage des Artikels 100 a des Vertrages vorzuschlagen, wodurch sowohl der Rat als auch das Parlament verfahrensmäßig beteiligt sein werden.
Im übrigen behält sich die Kommission in jedem Fall rechtliche Schritte vor."